"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist."  Röm. 12, 2

CDU – Sachsen für Christen eine Zukunft?

Zum Thema „CDU – Sachsen für Christen eine Zukunft?“ hatte der katholische Arbeitskreis der CDU Sachsen nach Döbeln eingeladen. Die 100 Jahre alte Kirche wird gerade renoviert, ein Seiteneingang musste benutzt werden, um zur Veranstaltung zu kommen. Die katholische Gemeinde hatte freundlicherweise die gut geheizte Kirche für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Das „C“ heißt, auf Christus schauen betonte der „Hausherr“ Pfarrer Andreas Jaster in der Begrüßung. Christen in der CDU sollten einen lebendigen Glauben haben.

Der designierte Landesvorsitzende der CDU Sachsen Micheal Kretschmer (die Wahl erfolgt am 9.12.) erklärt erst mal seinen Familienamen, der mit dem des KA-Sachsen-Vorsitzenden identisch ist. Der kommt aus Schlesien und heißt Gastwirt. Sein Weg zur CDU führte über Friedensgebete also friedliche aber in der DDR durch Wasserwerfer bedrohte Demonstrationen.

Michael Kretschmer betonte, dass das Grundgesetz auf den zehn Geboten basiert. Aber die CDU ist kein Christenklub.  Dennoch gilt, je mehr sich Christen engagieren (was auch das Ziel des Katholischen Arbeitskreises ist) desto mehr wird auch umgesetzt.

 

In der Diskussion wurde klar, dass Bildung eine zentrale Frage im Freistaat ist.  Die Religionsbildung in den Schulen muss verbessert werden. Kretschmer sprach sich auch für 2 Stunden statt 1 Stunde Religionsunterricht aus. Das Grundgesetz meint Freiheit zur Religion nicht Freiheit von Religion.

 

In der Diskussion wurde klar, Bildung ist das zentrale Thema für die Zukunft. Sachsen steht bezüglich der Anstellung von Lehrern im Wettbewerb mit andern Bundesländern. Deshalb muss Sachsen hier von den Bedingungen wettbewerbsfähig sein, was Verbeamtung einschließen kann.

 

Dem geäußertem Vorwurf Sachsen sei rechtsradikal widersprach Michael Kretschmer entschieden.  Hier muss differenziert bewertet werden. Wenn man Menschen Sorgen nehmen will, müssen die rechtstaatlichen Prinzipien eingehalten werden.

 

Christliche Werte in der Familienpolitik sind wichtig. Michael Kretschmer bekannte, dass er entsetzt war, als er die Zahl der Abtreibungen (100000/Jahr) zur Kenntnis genommen hatte. Er dachte zuvor, dass es hier um Ausnahmen geht. Das ist so nicht richtig. Deshalb unterstützt er (wie auch der Katholische Arbeitskreis d.Red.)  den "Marsch für das Leben".

Zum Abschluss wurde das Gebet des Herren, dass alle Anliegen zusammenfasst, gebetet.